Sep 26, 2016 - Allgemein    No Comments

August 2016 – Südecuador und Nordperu

Sommerferien 2016 Ecuador und Nordperu

31.7.      So.

Rückkehr nach Quito, nachts um halb eins wieder zu Hause in Tumbaco

3.8.       Mi

P1180766 P1180776

Unser gemeinsamer Urlaub beginnt mit der Fahrt nach Alausi. Ab Riobamba ist die Gegend immer nur wunderschön, mittags in Alausi geht’s erst mal zum Hospital wegen meiner Knieentzündung. Das Hotel Gampala ist zum Glück nur 30 m vom  Zugbahnhof entfernt. Da kann ich hinhumpeln.

P1180809 P1180843 P1180857 P1180871

4.8.       Do

Zugfahrt um die Teufelsnase – nariz del diablo – Es ist sehr schön, doch im Zug  auch wiederum – ehrlich gesagt – nicht so spektakulär, wie man es vermuten könnte.

Wir fahren gegen 11.00Uhr nach Piñas weiter, über Zhud, Naranjal, Machala, Santa Rosa.  Piñas liegt in der Nähe von Zaruma.

P1190075 IMG_1580 P1180969 P1180957

Das Hotel “La Florecer” ist wunderbar. Tolles Zimmer, Superaussicht, auf der Terrasse können wir alle Mahlzeiten einnehmen.Das Hotel wird von einer sehr freundlichen Familie geführt.

5.8.        Fr

P1180903 P1180908 P1180913 P1180900 P1180933 P1180949

Wir besuchen bzw. besichtigen Zaruma (Goldgräberort) und Portovelo (kleines Minen-Museum)

6.8.        Sa

P1180981 P1190006 P1190023 P1190028 P1190014 P1190046 P1190053 2016-08-06 13.25.08

Wir wandern im Reserva Buenaventura oder auch  Jocotoco und baden im Balneario.

7.8.        So

P1190135 P1190138

Es geht weiter  nach Vilcabamba – das erste Stück bis Catamayo dauert 3 Stunden!  Uff! Nur Sandwege durch die Berge, sehr anstrengend durch die Langwierigkeit,  dann geht es schneller, Pause in Loja, von dort nur noch eine knappe Stunde bis zur Izhcayluma-Lodge. Vor drei Jahren waren wir bereits einmal dort. Es ist herrlich.

8.8.        Mo

P1190150 P1190151

Vilcabamba: Massage, Baden im kleinen Pool und einen Rundwanderweg auf dem Gelände, pures “faul sein”!

9.8.        Di

P1190190 P1190171

Parque Nacional Podocarpus: ca 30km zurück in Richtung Loja – wir machen zwei schöne Wege, im Dorf Vilcabamba an der Plaza trinken wir Kaffee und essen eine  Sopa Azteca

10.8.       Mi

P1190222 P1190245 P1190253

Abfahrt nach Namballe in Perú – über Valladolid und Palanda. (Zwei Stunden) Bis  dahin gibt es doch meistens ganz gute Straßen. Danach wird es sandig. In  Zumba gibt es eine Fischsuppen-Pause. Gegen 13.00 sind wir in La Balsa am     Grenzübergang. Nun d a u e r t es, vor alle auf der peruanischen Seite – bis mal das Auto registriert ist…!!!

P1190280 P1190281 P1190287 P1190304

Gegen 15.00 kommen wir im Hotel “El Sol de La Frontera” an. Auch hier dauert alles.  Wir entscheiden uns nicht weiter zu fahren. Gut entschieden. Im Ort Namballe essen wir.

11.8.      Do

P1190317 P1190319 P1190318 P1190325

Weiterfahrt Richtung Chachapoyas. Die Straßen sind jetzt gut und wieder  asphaltiert. Wir fahren am Rio Chinchipe entlang über San Ignacio und Perico bis Jaen. Entlang des Flusses gibt es in der Ebene so viele weite schöne Reisfelder  und -Terrassen.

P1190343 P1190344

In Jaen fahren wir zu einem Einkaufszentrum (zur Megaplaza). Die Straßen sind voll mit diesen Tuctuc- Gefährten. Unglaublich drängeln sie sich durch die Straßen. Hier sagt man Moto oder Mototaxi dazu. Wir kaufen im Megaplaza ein, haben aber immer noch nicht unsere SOAT Autoversicherung. Rainer hat die Idee, uns mit einem Moto zu einer SOAT-Verkaufsstelle fahren zu lassen. Das machen wir auch. Die Erstellung unseres Soatscheins dauert wieder gefühlt ewig, aber gelingt. Nach Pause mit Brot und Käse geht es über Bagua Grande am Rio Utcubamba entlang.

P1190334 P1190350

Hier ist es nicht mehr trocken, sondern wir fahren Schluchten entlang. Serpentinen hoch und runter. Wunderschön. Und die Straßen sind prima. Rainer fährt sehr gut und wir kommen gegen 16.00 in Pedro Ruiz an. Wir beschließen zu bleiben, im Hotel “Casa Blanca”. Und schon fängt es an zu gießen! Eine gute Entscheidung.

12.8.     Fr

P1190377 P1190382 P1190390 P1190394 P1190402 P1190404

Am Morgen finden wir ein Restaurant für eine Tasse Kaffee und essen dazu ein vom Bäcker gekauftes Brötchen. Dann geht es los. Entscheidung: Zur Owlet-Lodge bei km 364,5. Hoch in die Berge Richtung Moyobamba. Es ist eine sog. Eco-Lodge, bei der man neben vielfältigen Vögelchen die kleinste Eule der Welt entdecken könnte. Na toll. Wir fahren hin, es dauert länger als gedacht, aber wir finden es. Wir sind die einzigen Gäste, es ist sehr einsam, gebucht ist zum Glück Vollpension, sonst gäbe es auch weit und breit nichts. Wir genießen die Stille, die Natur, den Aussichtsturm besteigen wir, am Abend möchte ich die Eulenwanderung machen, aber es regnet und sei aussichtslos: bei Regen käme sie nicht, die kleinste Eule der Welt.

P1190405 P1190416

Ich entscheide mich es morgens um halb fünf zu versuchen. Der Guía und ich stiefeln los. Nach einer halben- bis dreiviertel Stunde bleiben wir stehen. Das kleine Handy mit Geräuschen, Vogelstimmen, wird angestellt: Eulenruf. Die richtige Eule antwortet. Und sie kommt! Ganz leise. Sie setzt sich in zwei/drei Meter Entfernung über uns auf einen Ast. Bewegen dürfen wir uns nicht. Sie ist sehr gut zu sehen, erst recht mit meinem Fernglas. Als ich nach einer Weile fotografieren will, fliegt sie weg. Wow.

Long whiskered Owlet Text Long whiskered Owlet

Ochre fronted Antpitta Text Ochre fronted Antpitta

 

Chestnut Antpitta Text Chestnut Antpitta

Auch der Guía kann es kaum glauben. Wir sehen dann noch Antpittas und Tangaras. Und die Sonne, wie sie aufgeht und den Nebelwald bescheint. Wunderschön.

P1190461 P1190466

 

Nach dem Frühstück fahren wir weiter. Es war ein kleiner Traum.

13.8.    Sa

P1190481 P1190483

Nächstes Ziel Chachapoyas. Der erste Eindruck : ein fürchterlicher enger sandiger Ort mit nichts als Baustellen? Aber es ist spät. Wir fahren zu dem ausgeguckten Hotel. Und bleiben, auch wenn wir Krach bereits erahnen.

Dann wird es doch noch schön. Die peruanische Ceviche ist köstlich und völlig anders als in Ecuador. Die „Plaza“ ist typisch und interessant, die Seitenstraßen ebenso. Leider sind wir so k.o., dass wir nicht zum Volkstanzfest in die Stadthalle mehr gehen, aber wir entdecken eine kultige Kneipe und trinken Pisco Sour.

14.8.  So

P1190499 P1190518 P1190522 P1190544 P1190550 P1190554

Weiter gehts es nach Kuélap. Es d a u e r t! Stundenlang. Aber die Fahrt ist irre. So hoch an den Bergen entlang, durch kleine Dörfer, bis wir da sind.

Kuelap ist der Name einer ehemaligen Festung der Chachapoya und eines Dorfes, die hoch über dem Tal des Flusses Utcubamba, in der Nähe von Chachapoyas, in der Provinz Luya in den nordperuanischen Anden liegen.(Wikipedia)

Auf der Rückfahrt machen wir ein paar Stopps und landen dann noch einmal in Pedro Ruiz.

P1190564 P1190573

15.8. Mo

Eine lange Strecke liegt vor uns: Über Bagua Grande an meinem Lieblingsfluss Rio Utcubamba Richtung Jaen, aber weiter gerade aus, am Rio Chamaya entlang über Pucará, Tambo usw…bis Chulucanas.

P1190601  P1190594 P1190579 P1190642 P1190614 P1190343 P1190610 P1190634

Der Ort, nach der stillen Fahrt durch die Pampa, kommt uns vor wie Dakar. Irre, voll, Händler, Verkaufsstände, Mototaxis noch und nöcher … und unser fettes Auto! Wir fahren –Gott sei Dank -aus dem Ort wieder heraus zum Ortseingang und entdecken „Riosol“. Was für eine Oase, mit Pool und Restaurant, abseits, marode, aber auch wieder relativ gehobener Standard – eine irre Mischung. Wir erholen uns.

16.8. Di

Bevor es weiter geht Richtung Meer wollen wir den gestrigen Ort doch nochmal sehen. Was war das denn gestern?

2016-08-16 09.22.56 2016-08-16 09.39.12

Wir fahren mit einem Tuctuc, also Moto-Taxi. Und jetzt verstehen wir es. Jetzt sind nämlich einige Straßen gesperrt, für all die vielen Verkaufsstände und Läden. Und das war gestern Abend nicht. Da waren wir irgendwie hineingeraten und mussten uns durchwurschteln. Damit wir durchkamen, mussten sogar zwei dieser Moto-Taxis beiseite gehoben oder geschoben werden. Aber wir wurden freundlich behandelt, niemand hatte was gegen uns oder unser großes Auto. Also, es ist heute noch was los in Chulucanas – aber kein Vergleich. Interessant auf jeden Fall.

P1190687 P1190674 P1190701 P1190708 P1190653 P1190659

Zum Meer sind es noch vier Stunden. Wir nähern uns. Es wird immer trockener – nach der Trockensavanne jetzt pure Stein- bzw Sandwüste. Trostlos. Gar nicht romantisch. Die Orte nähern sich. Wir halten in Máncora. Oh weh! Wuselig, grau, irgendwie „schrottig“, touristisch auf ärmliche Art. Wir finden kein vertrauenswürdiges Hotel, haben natürlich eins im Kopf durch den Reiseführer. Polizisten kennen es nicht, aber ein Tuctuc-Fahrer, sein Job, fährt vor. Da ist es, das Bella Vista. Wir bleiben. Das Hotel ist auch ganz gut, etwas merkwürdig, aber großzügig, leider ohne Frühstück. Doch der Strand entschädigt und wir baden erst mal.

17.8.   Mi

Wir beschließen umzuziehen, ein Hotel 200 m weiter den Strand entlang. Das ist viel besser, das Zimmer toll mit herrlichem Ausblick, Pool, Meer vor der Nase. Oh, hier empfinde ich Ferien. Wir bleiben bis zum

21.8.   So

P1190727 P1190729 P1190826 P1190789 P1190852 P1190854

und genießen die Sonne und den Strand natürlich, erkunden den Ort, der nun nicht mehr so scheußlich aussieht in unseren Augen, wir essen auch recht lecker und machen zwei Ausflüge zum viel hübscheren und weitläufigeren Strand in Punta Sal, weiter nördlich gelegen. Einmal  zieht es uns weiter südlich nach Cabo Blanco, weil wir dort eine Walbeobachtungsfahrt machen können.

Wir sehen auch viele Wale, leider bäumen sie sich nicht auf. Aber die Schiffsfahrt ist auf jeden Fall herrlich. Wir entdecken auch Pelikane und Schildkröten und riesige richtig fette Seelöwen.

Unser „Seeleben“ soll zu Ende gehen. Wir fahren über den Grenzübergang Aguas Verdes zurück nach Ecuador. Keiner will unsere erworbene Soat-Autoversicherung sehen! Egal. Das Einreisen am Grenzübergang klappt sogar, dauert nur ca. 1 Stunde,  daher kommen wir heute noch recht weit – über Loja bis Zamora und etwas weiter finden wir die Unterkunft „El Arenal“, abends um acht im Dunklen, was wir eigentlich immer vermeiden wollen, also im Dunklen zu fahren.

22.8.  Mo

P1190905 P1190924 P1190925 P1190928 P1190935 P1190937 P1190971 P1190982 P1190987 P1190998

Mo früh sehen wir, dass das Hotel sehr schön angelegt ist. Und es gibt Papageien. Sie sind frei, aber besuchen regelmäßig die Hotelanlage, weil sie wissen, dass sie dort Nahrung finden und von den Touristen ab und zu Früchte und Brot erhalten. Von mir natürlich auch. So nah bei diesen hübschen Tieren zu sein, ist etwas ganz Besonderes. Wir gucken uns den Ort Zamora an, wollen eine Wanderung im Naturpark machen. Aber die Zufahrt ist durch Dauerregen und Erdrutsche zu gefährlich. Gehen wir woanders spazieren!

23.8.   Di

P1200003 P1200007

Wir fahren weiter über Gualaquiza nach Sucúa,

2016-08-24 08.23.50 2016-08-24 08.23.08

haben dort ein prima Hotel mit Swimmingpool, und am

24.8.   Mi

P1200021 P1200022

reisen wir über Puyo nach Baeza. Kurz nach der Abfahrt haben wir eine fantastische Aussicht auf den sonst bedeckten Vulkan Sangay (5230m).

 

P1200034 P1200036

Wir entscheiden uns für einen Abstecher nach Misahualli. Es ist sehr sonnig und warm, und wir baden im Napo. Erstaunlicherweise sehen wir hier auch und zum ersten Mal einen roten Papagei. Wahnsinn.  In Baeza wohnen wir wieder bei Kopal und genießen im Restaurant seine leckere Pizza.

25.8.   Do

P1200039 P1200040 P1200041 P1200042

Das Urlaubsende nähert sich. Wir fahren die altbekannte Strecke nach Papllacta, mit einem üblichen Zwischenstop in einem Dörfchen, wo wir sozusagen frühstücken mit Kaffee und Kuchen.

Papallacta ist wie immer eine Wohltat für Leib und Seele. Damit endet unser wunderschöner Südecuador/Nordperu-Urlaub und wir landen wieder froh und sicher nach knapp 5000km in unserem Haus in Tumbaco.

 

Got anything to say? Go ahead and leave a comment!