Aug 18, 2012 - Allgemein    2 Comments

Angekommen

Liebe Familie und liebe Freunde,

natürlich ist ein BLOG für mich Neuland.

Es passt nicht ganz zur Bescheidenheit, die eigenen Erlebnisse so in den Vordergrund zu stellen. Einerseits.  Aber jetzt, da ich hier bin, merke ich, dass ich gerne allen, die mir wichtig sind, eine Mail schreiben möchte. Und das schaffe ich gar nicht. Und man schreibt doch auch an Jeden/Jede ein bisschen anders, oder? Nicht mal im “Urlaub” ( Der Unterricht mit Kindern hat noch nicht angefangen) schafft man das.  Okay. Das ist das Andererseits.

Deswegen: ich traue mich und lege los.

Erste Eindrücke: der Flug hat prima geklappt (am 5.8.2012),  das Abgeholtwerden vom Taxifahrer Senor Pepe, den wir von unserem Besuch im April wieder erkennen, ebenso. Genauso das Ankommen! (Ihr wisst ja, dass wir schon ein Haus gemietet hatten und dass wir wussten, wo wir hin wollten.) Allerdings war es, als wir ankamen, in Deutschland schon Mitternacht, hier hingegen war es erst Nachmittag. D.h. wir waren ganz schön lange “auf”, oder? Unsere Nachbarn haben uns freundlich empfangen und das war natürlich klasse.

Gut – die Tage hier haben wir uns ruhig vorgenommen, um uns zu akklimatisieren. Und so ist es:

Heute ist der 17. 8 , damit sind wir 12 Tage hier.

Wir wohnen nicht direkt in Quito, sondern östlich davon gelegen, in Tumbaco. Genau genommen zwischen Tumbaco und Cumbaya.  In der Nähe Cumbayas liegt das Colegio Aleman Quito. Cumbaya kann man sich leicht merken, oder?

Wir wohnen – wie es uns empfohlen wurde – in einer geschützten Urbanizacion. Von “uns aus” haben wir entsprechend erstmal Tumbaco entdeckt, geguckt , wo man gut einkaufen kann, Kaffee trinken kann usw…

Wir mussten uns ein paar Mal in der Schule einfinden, um registriert zu werden und um allerhand Formalitäten zu erledigen.

Und die besonderen Erlebnisse?

Zunächst Quito: Dort haben wir uns am Plaza Grande mit einem anderen ebenso neuen Kollegen mit seiner Frau getroffen. Die Hinfahrt mit dem Bus von Tumbaco bis nach Quito und im Trolebus in Quito selbst war schon interessant. Die Altstadt ist sehr hübsch. Handtasche oder Portemonnaie festhalten – und so war es auch nicht gefährlich.  Am Besten googeln bei Wikipedia :-) Die Beiden haben uns gezeigt, wie sie im Viertel “Mariscal” wohnen werden. Schon toll. Aber wir haben uns ja für einen Vorort entschieden.

Nächster Ausflug:

Wir waren in Otavalo – eine Stadt mit einem ganz bekannten Indigo-Markt, ungefähr zwei Stunden Autofahrstrecke von uns dorthin. (Liebe Antje: endlich waren wir auch da!!) Es war wirklich besonders. Wir haben, ohne dass man uns überreden musste, auf diesem bunten hübschen Markt zwei Lamawolldecken gekauft – für die etwas sich abkühlenden Abende auf unseren diversen Sofas, außerdem einen Gürtel und ein Tuch, das ich gerade umgelegt habe! An einem Stand gab es “Mote” zu essen, ein Tütchen mit gekochtem und gebratenem und gerösteten Mais mit Aji, eine scharfen Sauce und einem Stück Käse. Sehr lecker, sehr einfach und sehr besonders.

Anschließend sind wir weiter gefahren zur Kraterlagune Chicocha in über 3000m Höhe. Die Lagune mit zwei Inselchen in der Mitte ist von hohen Klippen umgeben. Es gibt einen Wanderweg rundherum. Wir haben uns knapp eine Stunde lang auf den Weg gemacht und sind dann umgekehrt. Es war zwar bedeckt, aber trotzdem wunderschön. Wenn Andreas und Nicole mal hier sind, hat Rainer schon gesagt, dann werden wir mit ihnen rumwandern – so 5 bis 6 Stunden.

Zum Abschluss sind wir  nach Cotacachi – der Stadt des Leders gefahren. Es war unglaublich. Ich habe noch nie so viele Ledergeschäfte gesehen.

Ein weiterer größerer Ausflug (auch noch Umgebung von Quito!) heute:

Auf dem Weg nach  `Mindo´ Stop beim “Mitad del Mundo” und beim `Krater Pululahua´.

Mitad del Mundo: Irgendso eine französisch – spanische Expedition  legte um 17Hundert und.. die Position des Äquators fest – und traf nach heutigen Berechnungen erstaunlich gut, nämlich nur 180 Meter daneben. Es gibt dort ein Museum und Souvenirshops und Restaurants usw… Der Geck ist, dass man die markierte Äquatorlinie überschreiten kann bzw. mit einem Bein auf der Nordhalbkugel und mit dem anderen auf der Südhalbkugel stehen kann. Hab ich natürlich gemacht!!! (Und dabei habe ich mir vorgestellt, wie die 3a oder jetzt 4a Kinder aus der Schule In der Vahr das finden würden…)

Krater Pululahua : Das ist ein erloschener Krater, aber riesig: 4 bis 5 km Durchmesser groß und mehrere Hundert Meter tief.Der Boden ist dort fruchtbar, wird landwirtschaftlich genutzt und wenn´s neblig ist, soll man nichts mehr sehen können. Für uns sah es toll aus – und die Luft war so klar.

 

Mindo: Ein Ort  und ein Naturschutzgebiet: subtropischer Regenwald und Nebelwald. Wir waren zu spät für die Vogelbeobachtungstour. Aber wir hatten Zeit für den Schmetterlingsbereich und das Schönste: die vielen vielen verschiedenen Kolibris – auch ohne Fernglas mit teilweise nur einem Meter Abstand zu betrachten. Das war wunderbar und wird garantiert wiederholt, wenn wir erstmal ein Auto haben und ein Fernglas und eine gute Kamera.

So weit so gut.

Jetzt lade ich ein paar Bilder hoch. Und mein erstes Blogexperiment ist beendet. (Danke André-jetzt klappt´s!)

Bis bald, Christiane

 

 

2 Comments

  • Hallo Liebe alte Lehrerin! :)
    Hier ist Jaqueline ich hoffe sie kennen mich noch!
    Wie geht es ihnen?
    Ich war gestern an unserer alten Schule und wollte sie Besuchen, doch dann hörte ich das sie nicht mehr an der Schule sind..
    Wie schade!
    Ich Grüße sie von Ilayda und mir (Jaqueline)
    und wir wünschen ihnen noch Viel Spaß und viel Erfolg an ihrer neuen Schule! :)

    Melden sie sich mal bei mir. :-)
    Ihre Jaqueline

    • Liebe Jaqueline, liebe Ilayda,
      danke für Eure Grüße.
      Ja, nun bin ich ganz woanders.
      Die Kinder hier sind auch sehr nett und interessant – genau wie Ihr.
      Jetzt schreibe ich noch ein paar Neuigkeiten dazu.
      Grüßt auch bitte Eure lieben Eltern,
      Eure Frau T.

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